Alarmanlagen steuerlich absetzen oder KfW Förderung beantragen?

Fördermittel und Zuschüsse für Alarmanlagen

Wussten Sie, dass Sie die Absicherung Ihres Zuhauses bezuschussen und fördern lassen können? Durch die Absicherung Ihres Eigentums entstehen grundsätzlich Kosten. Diese müssen Sie aber nicht alleine tragen. Neben der Förderung durch die KfW-Bank, die Sie bei den Kosten für die Installation zertifizierter Sicherheitstechnik durch qualifizierte Fachbetriebe unterstützt, ist auch ein steuerliches Geltend machen von Teilen der Ausgaben möglich.

Die beiden Varianten sind nicht kombinierbar.

Option 1: KfW Förderzuschuss für Alarmanlagen

Eigentümer und Mieter, die ihre Wohnung oder ihr Zuhause gegen Einbruch absichern möchten, können - abhängig von den Investitionskosten - Zuschüsse von 200 Euro bis maximal 1500 Euro durch die KfW erhalten. Es lassen sich sowohl die Materialkosten als auch die Handwerkerleistungen fördern. Man erhält 20% auf die ersten 1.000 Euro des Netto-Rechnungsbetrages, und 10% auf die darüber hinausgehende Summe. Um die dafür erforderlichen Voraussetzungen zu erfüllen, muss die Installation durch ein qualifiziertes Fachunternehmen erfolgen und es darf nur zertifizierte Sicherheitstechnik verbaut werden.

Es wird nur der Einbau von kabelgebundenen und Hybrid-Systemen (Funk/Kabel) gefördert. Reine Funksysteme sind nicht förderfähig.

Mehr Details hierzu finden Sie hier.

Option 2: Kosten für Alarmanlage steuerlich absetzen

Alarmanlagen absetzen Förderung KfW

Eine andere und interessante Möglichkeit ist das steuerliche Absetzen der Handwerkerleistungen.

So können bis zu 20 Prozent der Dienstleistungskosten geltend gemacht werden. Hierzu zählen die Lohnkosten, die Anfahrtskosten und evtl. Verbrauchsmaterialen. Es gilt ein Höchstbetrag von jährlich 6.000 Euro, was bedeutet, dass bis zu 1.200 Euro im Jahr zurückerstattet werden können (§ 35a EStG). Ebenfalls kann diese Möglichkeit für die anfallenden Kosten bei Wartungsverträgen in Betracht kommen.

Zu beachten ist, dass die Arbeits- und Fahrtkosten als gesonderte Position auf der Rechnung ausgewiesen sein müssen und die Rechnung per Banküberweisung beglichen wird. Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Finanzbehörde.

Zum besseren Verständnis, wann welche der beiden Alternativen Sinn macht, haben wir nachstehend zwei Beispiele für Sie erstellt.

Ein Beispiel aus der Praxis: Steuerlich absetzen oder Förderung beantragen?

Herr Maier möchte sein Haus sanieren und gleichzeitig eine Alarmanlage installieren lassen. Er hat sich für das Einbruchmeldesystem CAPTURE entschieden. Die Zentrale ist nach EN50131 Grad 2 (siehe hier) zertifiziert und somit grundsätzlich für eine Förderung durch die KfW geeignet.

Die Materialkosten für Zentrale, Melder, Bedienteile und Zubehör belaufen sich hierbei auf knapp 3.500 Euro netto und die Lohnkosten auf knapp 1.920 Euro netto.

Will Herr Maier nun eine KfW-Förderung in Anspruch nehmen, würde er somit auf einen förderbaren Gesamtbetrag von 5.420 Euro kommen. Auf die ersten 1.000 Euro erhält er 20 Prozent, also 200 Euro, und auf die restlichen 4.420 Euro eine Förderung von 10 Prozent, somit 442 Euro. Dies ergibt einen Gesamtbetrag von 642 Euro, den er von der KfW-Bank ausgezahlt bekäme.

Wenn Herr Maier stattdessen die Handwerkerleistungen absetzen würde, könnte er den Brutto-Betrag der Dienstleistungs-Kosten geltend machen. Für die 1.920 Euro Netto-Lohnkosten zuzüglich 19 Prozent MwSt. wären dies 2.284,80 Euro. Diese kann er jetzt mit 20 Prozent bei seiner Steuererklärung angeben und würde somit 456,96 Euro zurückerstattet bekommen.

Kosten Projekt Netto Brutto
Materialkosten 3.500 € 4.165 €
Arbeitskosten inkl. Anfahrt 1.920 € 2.284,80 €
TOTAL 5.420 € 6.449,80 €
KfW Zuschuss
20% auf erste 1.000 Euro des Netto-Betrages 200 €
10% auf den restlichen Netto -Betrag 442 €
GESAMT Förderung 642 €
Steuerliche Absetzung
20% auf Bruttowert des Diensleistungs-Anteils 456,96 €
GESAMT Steuerersparnis 456,96 €

Fazit: Es ist also in diesem Fall günstiger, die KfW Förderung zu nutzen.

Wenn es aus bestimmten Gründen oder entsprechenden Mehraufwänden dazu kommen sollte, dass die Lohnkosten ähnlich hoch wie die Materialkosten sind, lohnt wiederum eher das Absetzen der Handwerkerleistungen. Gehen wir hier von Material- und Lohnkosten von jeweils 3.500 Euro netto aus, würde sich durch die KfW-Förderung eine Erstattung von 800 Euro ergeben. Würde man nun stattdessen die Handwerkerleistungen steuerlich geltend machen, ergäbe sich ein Betrag von 833 Euro.

Fazit

  • Für reine Funk-Systeme,
  • Für Alarmsysteme, die keine Zertifizierung nach EN 50131 Grad 2 oder höher haben und somit nicht förderfähig durch die KfW-Bank sind,
  • Sowie für Anlagen, bei denen die Handwerkerleistungen ähnlich hoch wie die Materialkosten sind,

ist das steuerliche Absetzen der Handwerkerleistungen von Vorteil.

Bitte wenden Sie sich für weiterführende Informationen ggf. an Ihren Steuerberater.

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